Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich einen besonderen Schmerz beim modellieren empfinde, aber wenn ich mir so ansehe was in der Welt und vor allen Dingen in Deutschland passiert, vergeht mir das Lachen. Die Schlechte Stimmung im Land spüre ich, und die wandert dann in meine Figuren. Menschen die obdachlos sind, Menschen die nach Pfandflaschen suchen, weil sie nicht mehr über die Runde kommen und Menschen die sich fremd im eigenem Land fühlen. Das sind Motive, die ich in diesem Jahr modellieren möchte. Das sind die Themen, die mich zur Zeit beschäftigen, und deshalb werden sie auch in meiner Kunst sichtbar werden.
Das ist aber nicht das Einzige, was ich mit meiner Kunst ausdrücken möchte, ich möchte auch etwas Schönes erschaffen, etwas woran man sich erfreuen kann.
Um auf das Buch von Raymond Unger zurückzukommen, ich habe es vor zwei Jahren gelesen und lese es gerade erneut. Es ist nicht mehr in jeder Buchhandlung zu haben, aber man findet es noch recht häufig. Raymond Unger zeigt darin auch seinen eigenen Weg, wie er es als Autodidakt und Quereinsteiger in den Kunstmarkt geschafft hat. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist auch nicht nur für Künstler.
Die Heldenreise des Künstlers: Kunst als Abenteuer der Selbstbegegnung
Taschenbuch – 4. November 2015
von Raymond Unger (Autor)

